Was Join-Up sein soll

Monty Roberts beschreibt Join-Up als einen Prozess, in dem das Pferd die Nähe und Kooperation mit dem Menschen sucht. Seine eigene Darstellung betont Vertrauen, Kooperation und Gewaltfreiheit. Zentral sind Körpersprache, Distanz, Annäherung und das genaue Beobachten der Reaktion des Pferdes.

Was ich daraus mitnehme

Das Pferd aufmerksam lesen. Nicht hektisch werden. Körpersprache bewusst einsetzen. Im richtigen Moment Druck wegnehmen. Dem Pferd eine verständliche Möglichkeit geben, die gewünschte Antwort zu finden. Diese Grundideen sind weit über Join-Up hinaus nützlich.

Was ich nicht zum Dogma mache

Nicht jede Reaktion des Pferdes muss als fest definierte 'Pferdesprache' oder als Rangordnungsbotschaft interpretiert werden. Moderne Verhaltens- und Lernwissenschaft erklärt viele Trainingseffekte präziser über Lernen, Erregungsniveau, Gewöhnung und Verstärkung.

Join-Up ist kein Pflichtprogramm

Ein Pferd muss nicht durch ein ritualisiertes Join-Up geschickt werden, damit eine gute Beziehung entsteht. Wenn ein Pferd bereits vertrauensvoll, sicher und fein kommuniziert, wäre es unsinnig, eine Methode nur ihrer Methode wegen anzuwenden.